Die Kirche in Reetz

 Die Kirche in ReetzDie Kirche in Reetz

Die Kirche in Reetz ist ca. 1250 erbaut worden. Während des 30-jährigen Krieges ist sie höchstwahrscheinlich bis auf die Grundmauern ausgebrannt gewesen. In den Jahren 1654 - 1663 ließ Wolf Dietrich Brandt von Lindau die Kirche wieder aufbauen. Die Kirche ist vom Stil her eine klassische Wehrkirche mit besonders starken Feldsteinmauern (inkl. Schießscharten) und einen mächtigen westlichen Querturm.   

Das Besondere und für diese Gegend ungewöhnliche an dieser Kirche ist ihre riesige Sitzplatzanzahl. Sie verfügt über 2 Emporen und eine Patronantsloge.

 

Insgesamt existiert in der Kirche ein Platzangebot von ca. 350 Sitzplätzen. 

Der Kirchenturm ist mit drei Glocken bestückt. Zwei davon wurden 1958/59 und eine in der Zeit vor der Reformation installiert (vor 1517).

Die älteste Glocke trägt die Inschrift: "O Christe, rex glorie, veni nobis cum pace; santa Maria, ora pro nobis." (übersetzt: "O Christus, König der Herrlichkeit, komm zu uns mit Frieden; heilige Maria, bitte für uns.")

Eine der beiden Glocken aus den 1950igern trägt folgende Inschrift: "O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort!"

 

 

 

Ein Blick in das Kirchenschiff und den Altarbereich verdeutlicht, das riesige Platzangebot der Kirche.

Links im Altarraum befindet sich die Patronatsloge die das Wappen der früheren Patrone trägt.

Am Ende des Altarbereichs (der östlichen Wand) befinden sich drei farbige Fenster. Das linke

Fenster zeigt den Apostel Paulus; das mittlere Jesus Christus; das rechte den Evangelist Johannes 

 

 

 

 

 

 

Die Orgel in der Reetzer Kirche wurde 1904 von Orgelmeister Johann Eifert gebaut.

1975 wurde die Orgel, von der Firma, Gebr. Voigt aus Bad Liebenwerder saniert und repariert.

Bei dieser Orgel handelt es sich um ein ganz besonderes Examplar, was es unbedingt zu erhalten gilt.

Sie ist eine der wenigen pneumatischen Orgeln der Region.

Gewöhnlicherweise funktioniert 

eine Orgel mechanisch.

Das bedeutet: wenn man eine Taste oder ein Pedal an der Ogel betätigt öffnet

man dadurch direkt das Ventil der Orgelpfeife und ein Ton erklingt. Diese Eigenschaft führt dazu, dass man beim betätigen

der Taste oder des Pedals einen größeren Widerstand überwinden muss. (Je größer die Orgel um so größer der Widerstand)

Dies ist bei der Reetzer Orgel nicht so. Wenn man hier eine Taste oder ein Pedal betätigt wird ein Luftstrom freigesetzt welcher das

Ventil öffnet. Aus diesem Grund spielt sie sich selbst, trotz ihrer Größe, leicht wie eine Feder. Diese Orgelbauweise ist sehr selten 

und macht diese Orgel zu einem besonders wertvollen Instrument. Reperaturen an dieser Orgel sind aus besagten Grund auch sehr kostenintensiv.

 

Das hier zu sehende Fenster befindet sich in der südlichen Wand des Altarraumes.

Es zeigt die Nachbildungen der Wappen, der früheren Patrone dieser Kirche.

Das oberste Wappen, ist das Wappen des Brandt von Lindau mit der Jahresinschrift 1456.

Darunter links sieht man das Wappen der Familie von Wattzdorff mit der Jahresinschrift 1754.

Es folgt auf der linken Seite das Wappen der Familie von Tschirschky mit der Jahresinschrift 1792.

Auf der rechten Seite sehen wir das Wappen der Familie von Trotta-Treyden mit der Jahresinschrift 1765.

Darunter folgt das Wappen der Familie von Goldacker mit der Jahresinschrift 1840.